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Rückblick

Nr. 14: Akteure im Zusammenspiel Sozialer Orte

Nr. 14: Akteure im Zusammenspiel Sozialer Orte

Soziale Orte sind Orte der Begegnung und Kommunikation, Orte verstetigter Kontakte, die die Aushandlung des ortsüblichen Konsenses sowie die Entwicklung von Kooperationen ermöglichen – alles Basis von Zusammengehörigkeitsgefühl und sozialer Bindung, sowie elementar für die Zivilgesellschaft, das soziale Engagement und nicht zuletzt die Demokratie an sich.
Soziale Orte sind dabei mehr als der Dreiklang von Gastwirtschaft, Dorfladen und Vereinsheim. Sie setzen auf das Zusammenspiel von Kommunen, lokalen Wirtschaftsunternehmen und der Zivilgesellschaft, schaffen Öffentlichkeit und begründen damit Gemeinwohl. Sie knüpfen Netzwerke, ermöglichen neue Formen der Beteiligung und festigen damit die lokale Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Organisatorisches

Veranstalter: Georg-August-Universität Göttingen, Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung (DARE), Lehrstuhl für Soziologie Ländlicher Räume

Ansprechperson: Prof. Dr. Claudia Neu

Programm

Einleitung

Fünf Faktoren sind von hoher Relevanz um Soziale Orte entstehen und bestehen zu lassen:

  • das Vorhandensein und das Vorhalten öffentlicher Infrastruktur (in der Fläche), um selbst tragende Prozesse und nicht nur punktuelle Projekte zu ermöglichen,
  • eine öffentliche Verwaltung, die offen ist für partizipative Prozesse und innovative Kooperationen,
  • überdurchschnittliche engagierte und innovationsfähige Akteure,
  • die Möglichkeit, nicht nur ein Projekt, sondern ein Prozess zu sein,
  • überregionale Aufmerksamkeit und Einbindung.

Der Bedingungsfaktor "engagierte und innovationsfähige Akteure" soll im Fokus des Fachforums stehen. Schon das Generalthema "Ländliche Entwicklung – Gemeinsame Aufgabe für Staat und Gesellschaft" könnte darauf hindeuten, dass der dritte Akteur im Konzept Sozialer Orte, die Privatwirtschaft, noch eine viel zu kleine Rolle spielt. Dabei ist der Mix der Sektoren VERWALTUNG – ZIVILGESELLSCHAFT – PRIVATWIRTSCHAFT essentiell für das Gelingen ländlicher Entwicklung. Gerade die Privat- oder Kommunalwirtschaft scheint aber noch nicht selbstverständlich als Mitspieler wahrgenommen zu werden. Soziale Orte benötigen einen Raum- und Ressourcengeber, einen Ideengeber und Motivator sowie einen Promoter, der die Idee über den Ort hinaus trägt und damit vervielfachen kann. Die Verwaltung übernimmt sehr häufig die Rolle des Raum- und/oder Ressourcengebers. Aus der Zivilgesellschaft entstammen sehr häufig die Ideen und das Herzblut. Die Wirtschaft, die so gerne vergessen wird, ist aber durchaus auch in der Lage, Räume oder Ressourcen zur Verfügung zu stellen, oder eine Idee zu promoten um Engagement vor Ort zu stärken.

Wie gut dies funktionieren kann, zeigen unsere Gäste:

  • Loring Sittler, Mitwirkender des Beirates für Gesellschaftsfragen von Leadership Berlin – Netzwerk Verantwortung
    Vortrag (pdf | 32 KB)
  • Carsten Wagner, Geschäftsführer Kommunikation Verband kommunaler  Unternehmen VKU
    Präsentation (pdf | 35 MB)
  • Dr. Diana Kuhrau, Leiterin Unternehmenskommunikation und Marketing, WEMAG Unternehmensgruppe
  • Bürgermeister Elmar Schröder, Diemelstadt
    Präsentation (pdf | 8,9 MB)
  • Ute Schulte, Clusterleitung, Regionalmanagement Nordhessen GmbH, Bereich Touristik
  • Petra und Stefan Veltum, Veltum GmbH, Waldeck-Sachsenhausen