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Dokumentationen 2018 bis 2008

Nr. 6: Gut versorgt vor Ort?! - Zukunftsfähige Nahversorgungsideen für ländliche Räume

Das vorhandene (oder fehlende) Nahversorgungsangebot, d.h. die Möglichkeit vor Ort Güter und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs beziehen zu können, ist ein wesentlicher Aspekt bei der Entscheidung über Verbleib und Zuzug in ländliche Räume und mit ausschlaggebend für deren Attraktivität als lebenswerte Regionen. Die Begleitveranstaltung rückt deshalb das Thema Nahversorgung in den Mittelpunkt und versucht es aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu beleuchten. Konkreten Beispielen aus der Praxis wird dabei viel Raum gegeben. Damit sollen Ideen und Ansätze vorgestellt und diskutiert werden, wie die Nahversorgung ländlicher Räume auch in schwierigem Umfeld gestaltet werden kann.

Organisatorisches

Veranstalter: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) - Referat 325: Kompetenzzentrum Ländliche Entwicklung,
Ostdeutscher Sparkassenverband (OSV) - Nachhaltigkeit und Demografie

Ansprechpersonen:

Hans Hercksen, BLE

Lukas Schreier, OSV

Programm

Eröffnung und Begrüßung

Vorträge

Zugang als Konzept im Rahmen der Versorgung ländlicher Räume

Der Vortrag fußt auf den Ergebnissen der 2015 erfolgreich abgeschlossenen Dissertation des Vortragenden zum Thema "Demographische Transformationsprozesse und Nahversorgung in ländlichen Räumen". Seine Analyse der Abhängigkeiten zwischen Bevölkerungsentwicklungen und Versorgungsstrukturen ist von hoher Aktualität. Mit einer Heranführung an die verschiedenen Zugangsdimensionen wird der Bogen von der Wissenschaft zur Praxis gespannt. Der regionale Schwerpunkt liegt dabei in Hessen, wo der Referent Befragungen durchgeführt hat und heute im Landratsamt des Vogelsbergkreises unter anderem das Thema Daseinsvorsorge betreut.

Tante Emma 2.0: Eigeninitiative statt Unterversorgung

Der Vortragende hat als Initiator des erfolgreichen Dorfladens "von Bürgern für Bürger" im niedersächsischen Otersen einen großen praktischen Erfahrungsschatz sowie als Sprecher des bundesweiten "Dorfladen-Netzwerks" einen guten Überblick über bestehende Dorfladeninitiativen. Im Mittelpunkt seines Vortrags stehen gute Beispiele von bürgerschaftlich getragenen Dorfläden aus Nord- und Süddeutschland, die sich multifunktional vom dörflichen Lebensmittel-Markt zum Lebens-Mittelpunkt eines Dorfes entwickeln. Damit liefert er Anregungen für die Sicherung von Nahversorgung und Lebensqualität in ländlichen Räumen.

Aus weniger wird mehr – kooperative Versorgungslösungen für ländliche Räume

  • Dr. Lukas Schreier, Referent Demografie und Nachhaltigkeit, Ostdeutscher Sparkassenverband, Berlin und Dr. Wilhelm Klauser, Geschäftsführer InD-initialdesign, Berlin
    Präsentation (pdf | 1,4 MB)

Dass sich mehrere Dienstleister Räume teilen, um ihre Angebote im ländlichen Raum aufrecht zu erhalten, ist die Grundidee des Versorgungskonzepts "Grosse Emma". Im Vortrag werden Ergebnisse einer Befragung in der Ortschaft Zabeltitz präsentiert, deren Bewohner nach einem Jahr Betriebszeit den Erfolg ihrer "Grossen Emma" bewerten konnten. Der Grosse-Emma-Ansatz wird derzeit im vom BMEL geförderten Modellvorhaben Regio-LAB weiterentwickelt und in mehreren Regionen erprobt. Welche Versorgungslösungen für ländliche Räume sind in den kommenden Jahren vorstellbar? Wie lassen sich wirtschaftlich tragfähige, kooperative Versorgungsstandorte im ländlichen Raum etablieren und zu einem koordinierten Versorgungsnetz verbinden? Das Publikum ist eingeladen, über die (vorläufigen) Antworten von Regio-LAB auf diese Fragen mitzudiskutieren.

Im Anschluss an jeden Vortrag besteht jeweils ausreichend Gelegenheit für Fragen und Diskussion.

Zusammenfassung