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11. Zukunftsforum 2018

Nr. 23: LEADER: Bottom-up – der Weg aus dem europäischen Förderdilemma

Ziel der Gemeinschaftsinitiative LEADER Anfang der 90er Jahre war es, Verantwortung in die Region abzugeben und Förderung zu vereinfachen. Spätestens mit der Einbindung in die Mainstream-Förderung der zweiten Säule leidet jedoch auch der erfolgreiche LEADER-Ansatz an einer unüberschaubaren Regelungsdichte, mit der Folge, dass sich Projektträger zunehmend abwenden und auf eine Förderung verzichten. Liegt in der Rückbesinnung auf die Wurzeln von LEADER der Weg aus dem Förderdilemma?
Die Verlagerung von Verantwortung in die Region bietet große Chancen, vor Ort eine bedarfsgerechte Entwicklung zu gestalten. Eine besondere Stärke ist die Vielfalt der in den LEADER-Aktionsgruppen zusammengeschlossenen Menschen und Institutionen. Sie verfügen über ein breites "regionales Know-how", um die richtigen Förderentscheidungen treffen zu können. Diese Kompetenz benötigt für eine erfolgreiche Arbeit jedoch das Vertrauen gegenüber den Regionen sowie allen im LEADER-Prozess tätigen Ebenen.
Mit unserer Veranstaltung blicken wir zurück auf die ursprüngliche Idee von LEADER und wie sie sich in der Umsetzung entwickelt hat. Wir fragen, ob mehr Vertrauen in die Kompetenz der einzelnen Kontrollinstanzen und Aktionsgruppen zu einem geringeren bürokratischen Aufwand und einer größeren Effizienz der Förderung führen kann?
Ziel der Veranstaltung ist es, Ansätze und Lösungswege zu finden, um aus dem aktuellen Klima der Angst vor Fehlern und Kontrollen zu einer Vertrauenskultur zukommen. Diese ist notwendig, um regionale Akteure wieder zu ermutigen, Förderanträge für ihre Region zu stellen anstatt sie zunehmend zu demotivieren.
Diskutieren Sie diese Fragen und hören Sie Beiträge unter anderem von Heino von Meyer (OECD Berlin Centre (angefragt)), Thomas Schaumberg (Vogelsberg Consult GmbH) und Prof. Martin Schweer (Universität Vechta, Leiter des Zentrums für Vertrauensforschung).

Organisatorisches

Veranstalter: Agrarsoziale Gesellschaft (ASG), Bundesarbeitsgemeinschaft der LEADER-Aktionsgruppen (BAGLAG), Deutsche Vernetzungsstelle Ländliche Räume (DVS)

Ansprechperson: Stefan Kämper, DVS

Dokumentation der Begleitveranstaltung